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Dennis Tefett · Psychologie, Erziehungs- & Sozialwissenschaften (M.Ed.) | Gesundheitsmanager (B.A.)

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Konflikt-Eskalation: Neun Stufen und was sie mit Ihrem Denken machen | Glasls Modell und was die Stressforschung dazu sagt

Illustration: Ein Teamleiter läuft beim hitzigen Telefonat durch den Flur, die freie Hand schneidet durch die Luft.
Podcast · 20:33

Podcastfolge zu diesem Beitrag, gesprochen von Dennis Tefett

Warum reagiere ich so, wie ich reagiere?

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Stellen Sie sich vor: Ein Teammeeting. Zwei Abteilungsleiter, die seit Wochen aneinander vorbeireden. Plötzlich kippt der Ton. Eine Bemerkung zu viel. Einer steht auf, der andere wird laut. Eine halbe Stunde später sitzen beide in ihren Büros und fragen sich, was gerade passiert ist.

Was passiert ist, hat Friedrich Glasl in neun Stufen beschrieben. Aber was Glasls Modell nicht zeigt: In dem Moment, in dem der Ton kippt, verändert sich das Gehirn beider Beteiligten physisch. Messbar. Und diese Veränderung erklärt, warum kluge, besonnene Menschen plötzlich Dinge tun, die sie eine Stunde später nicht mehr nachvollziehen können.

In meiner Arbeit als Coach beobachte ich seit Jahren: Die größte Hürde bei Konflikten ist nicht fehlendes Wissen. Es ist die Tatsache, dass Ihr Gehirn Ihnen genau dann die Werkzeuge entzieht, wenn Sie sie am dringendsten brauchen. Dieser Impuls erklärt, warum das so ist. Und was Sie dagegen tun können, solange Sie noch die Wahl haben.

9
Eskalationsstufen nach Glasl
3
Ebenen, in die sich diese Stufen gliedern
Die Treppe

Warum Konflikte einer biologischen Logik folgen

Glasls neun Stufen beschreiben Verhalten. Wir legen darauf, was die Stressforschung über Denken unter Belastung zeigt. Diese Verbindung ist unsere Merkhilfe, gemessen hat sie niemand.

Friedrich Glasl war Organisationsberater, kein Neurowissenschaftler. Er hat in den 1980er-Jahren beschrieben, dass Konflikte keinem Zufall folgen, sondern einer Abwärtsdynamik, die sich in drei Ebenen unterteilen lässt. Jede Ebene verändert das Verhalten der Beteiligten.

Auf diese Stufen legen wir im Folgenden, was die Stressforschung über präfrontale Kontrolle unter Belastung zeigt. Das ist unsere Merkhilfe, kein geprüfter Befund. Niemand hat Hirnaktivität entlang Glasls Stufen gemessen. Die einzelnen Bausteine sind belegt, ihre Zuordnung zu den neun Stufen ist unsere Lesart.

Das ist der Punkt, den die meisten Führungskräfte unterschätzen: Ab einer bestimmten Stufe sehen Sie die Situation nicht mehr klar. Nicht weil Ihnen Objektivität fehlt. Sondern weil Ihre Neurochemie das Bild verzerrt. Der Konflikt hat dann nicht mehr nur Ihren Kalender im Griff. Er hat Ihr Gehirn im Griff.

Ebene 1

Stufe 1 bis 3: Win-Win

Vernunft ist noch erreichbar. Ihr Gehirn lässt Ihnen die Wahl.

Die gute Nachricht zuerst: In den frühen Stufen funktioniert Ihr Gehirn noch so, wie es soll. Ihr präfrontaler Kortex arbeitet, die Region hinter Ihrer Stirn, die für rationales Abwägen, Perspektivwechsel und Impulskontrolle zuständig ist. Sie können zuhören. Sie können die Position Ihres Gegenübers nachvollziehen. Sie können Ihre erste Reaktion unterdrücken und eine klügere wählen.

Gleichzeitig läuft emotionale Ansteckung. Sie spüren den Zustand Ihres Gegenübers, bevor ein Wort gesprochen ist. Die populäre Erklärung über Spiegelneurone trägt dafür nicht: Rizzolatti und Kollegen beschrieben 1996 an Makaken Nervenzellen für zielgerichtete Handbewegungen, nicht für Gefühle, und die Übertragung auf menschliches Verstehen ist bestritten (Hickok, 2009). Das Phänomen selbst bleibt: Empathie ist auf diesen Stufen kein Willensakt.

Aber bereits hier beginnt etwas Subtiles: Mit jeder Stufe steigt der Cortisolspiegel ein wenig. Noch moduliert der präfrontale Kortex zuverlässig. Aber er arbeitet schon gegen einen wachsenden Widerstand. Stufe 3 ist die letzte, auf der Sie den Konflikt aus eigener Kraft lösen können. Danach kippt die Biologie.

Stufe 1: Verhärtung

Positionen werden fester, aber der Dialog bleibt offen. Im Gehirn: leicht erhöhte Amygdala-Aktivität, aber der PFC kompensiert mühelos. Empathie funktioniert vollständig.

Stufe 2: Debatte und Polemik

Argumente werden strategisch. Man will nicht mehr nur verstanden werden, man will recht haben. Die Amygdala schüttet erste Stresshormone aus. Der PFC hält noch dagegen.

Stufe 3: Taten statt Worte

Reden hilft nicht mehr, also handelt man. E-Mails statt Gespräche. Fakten schaffen statt verhandeln. Cortisol steigt messbar. Das Gehirn steht an einer Schwelle.

Was Sie hier tun können

Stufe 1 bis 3 ist Ihr Handlungsfenster. Hier haben Sie biologisch noch alle Werkzeuge zur Verfügung. Die klügste Investition, die Sie als Führungskraft tätigen können: Lernen Sie, Konflikte auf diesen Stufen zu erkennen und anzusprechen, bevor die Neurochemie Ihnen die Optionen nimmt.

Infografik: Eine Treppe aus neun Stufen fällt gleichmäßig von links oben nach rechts unten und durchquert dabei drei Ebenen, von Lösung aus eigener Kraft über Moderation bis zum Eingriff von außen.
Illustration: Ein Teamleiter steht im Flur still am Fenster, das Telefon vom Ohr genommen und locker an die Brust gehalten, die freie Hand hängt offen herab statt durch die Luft zu schneiden.
Auf den ersten drei Stufen können Sie einen Konflikt noch aus eigener Kraft wenden.
Ebene 2

Stufe 4 bis 6: Win-Lose

Das Gehirn wechselt den Modus. Ab hier kämpfen Sie nicht mehr um die Sache. Sie kämpfen ums Überleben.

Hier passiert der neurologische Bruch, den ich in Coachings „den Kippmoment“ nenne. Die Amygdala übernimmt die Steuerung. Nicht teilweise. Massiv.

Amy Arnsten von der Yale University hat 2009 in einer Übersichtsarbeit zusammengetragen, was das konkret bedeutet: Schon milder, unkontrollierbarer Stress setzt die Funktionen des präfrontalen Kortex rasch außer Kraft. Ihre Denkleistung, Ihre Impulskontrolle, Ihre Fähigkeit zur Perspektivübernahme geben nach. Eine Prozentzahl nennt Arnsten dabei nicht, es ist kein Schalter, sondern ein Nachlassen.

Und dann kommt ein Befund dazu, der nachdenklich macht. Oxytocin gilt als „Bindungshormon“. De Dreu und Kollegen (2011) gaben es männlichen Versuchspersonen als Nasenspray, doppelblind und gegen ein Scheinpräparat. Unter dem Mittel bevorzugten die Teilnehmer die eigene Gruppe deutlich stärker und werteten die andere Gruppe in geringerem Maß ab.

Wichtig ist die Richtung dieses Nachweises: Das Hormon wurde gegeben, nicht gemessen. Dass Lagerbildung im Team von sich aus Oxytocin freisetzt, ist nicht gezeigt. Was der Befund zeigt, ist, dass ausgerechnet das Bindungshormon die Grenze zur anderen Seite schärfer zieht.

Das erklärt etwas, das Führungskräfte immer wieder erleben: Zwei Teams, die letzte Woche noch zusammengearbeitet haben, stehen sich plötzlich unversöhnlich gegenüber. Das ist keine Charakterschwäche. Das ist Neurochemie, die tut, wofür sie geschaffen wurde: die eigene Gruppe schützen, koste es, was es wolle.

Stufe 4: Koalitionen

Man sucht Verbündete. Oxytocin bindet die In-Group enger zusammen und verschärft gleichzeitig die Ablehnung gegenüber der anderen Seite. Schwarz-Weiß-Denken setzt ein.

Stufe 5: Gesichtsverlust

Der Gegner wird öffentlich bloßgestellt. Neuronal aktiviert das den dorsalen anterioren cingulären Kortex: Sozialer Schmerz wird im selben Netzwerk verarbeitet wie physischer Schmerz.

Stufe 6: Drohstrategien

Ultimaten ersetzen Gespräche. Chronisch erhöhtes Cortisol beginnt, den Hippocampus zu schädigen. Das Gedächtnis wird unzuverlässig. Die Wahrnehmung verengt sich.

„Unter Stress verliert der präfrontale Kortex seine Kontrolle über die Amygdala.“

— Sinngemäß nach Amy Arnsten, Nature Reviews Neuroscience (2009)

Unsere Einordnung dazu: Genau das erklärt, warum kluge Menschen in eskalierten Konflikten Dinge tun, die sie später bereuen. Diese Folgerung auf den Arbeitsalltag stammt von uns, nicht aus Arnstens Arbeit.

Ebene 3

Stufe 7 bis 9: Lose-Lose

Das Gehirn kennt nur noch eine Logik: Vernichtung. Auch auf Kosten der eigenen Existenz.

In den letzten drei Stufen passiert etwas, das von außen betrachtet irrational wirkt: Menschen nehmen ihren eigenen Schaden in Kauf, solange der Gegner stärker geschädigt wird. Neurobiologisch ist das erklärbar. Der dorsolaterale präfrontale Kortex, die letzte Bastion der rationalen Kontrolle, ist weitgehend deaktiviert. Die Amygdala steuert nahezu allein.

Eisenberger und Kollegen zeigten 2003 in einer Studie, die in Science veröffentlicht wurde: Sozialer Ausschluss aktiviert Hirnregionen, die auch bei körperlichem Schmerz beteiligt sind. Der anteriore cinguläre Kortex feuert, wenn jemand aus einer Gruppe ausgeschlossen wird. Ob beide Erlebnisse deshalb dasselbe sind, ist fachlich umstritten. Körperlichen Schmerz haben Eisenberger und Kollegen nicht mitgemessen.

Auf dieser Ebene ist keine Selbsthilfe mehr möglich. Die Beteiligten können den Konflikt nicht lösen, weil ihr Gehirn ihnen die Mittel dazu genommen hat. Es braucht einen Eingriff von außen: eine übergeordnete Instanz, eine strukturelle Trennung, einen Machteingriff.

Das Paradox der späten Erkenntnis

Warum erkennen die meisten Führungskräfte Eskalation erst auf Stufe 5 oder 6? Nicht weil sie unaufmerksam sind. Sondern weil genau die Hirnregion, die für Selbstreflexion zuständig ist, ab Stufe 4 durch Cortisol gedrosselt wird. Das Gehirn verliert die Fähigkeit, seinen eigenen Zustand akkurat einzuschätzen. Genau in dem Moment, in dem Klarheit am wichtigsten wäre, nimmt Ihnen Ihre Biologie die Fähigkeit dazu. Deshalb ist Prävention keine Option. Sie ist die einzige Strategie, die funktioniert.

Werkzeugkasten

Vier Strategien für Ihren Führungsalltag

Jede dieser Interventionen nutzt einen spezifischen neurologischen Mechanismus. Sie wirken, weil sie mit dem Gehirn arbeiten, nicht dagegen.

Die strategische Pause

Wenn ein Gespräch emotional wird, unterbrechen Sie es. Nicht als Zeichen der Schwäche, sondern weil Ihr Kopf die Zeit braucht. Der Cortisolspiegel erreicht nach einer akuten Belastung sein Maximum erst nach etwa 20 bis 30 Minuten, abgebaut ist das Hormon bis dahin längst nicht. Eine kurze Pause senkt den Spiegel also nicht wesentlich. Sie wirkt, weil sie das Reiz-Reaktions-Muster unterbricht und dem präfrontalen Kortex Zeit gibt. Nutzen Sie die 10-30-90-Struktur: 10 Minuten Orientierung (Was ist gerade passiert?), 30 Minuten Klärung (Was braucht jede Seite?), 90 Minuten für eine gemeinsame Lösung.

Affect Labeling: Die Eskalation beim Namen nennen

Lieberman und Kollegen (UCLA, 2007) beschrieben einen erstaunlich einfachen Mechanismus: Wenn Sie einen emotionalen Zustand in Worte fassen, sinkt die Amygdala-Aktivität und der rechte ventrolaterale präfrontale Kortex wird stärker aktiv. Eine Prozentzahl nennt die Arbeit nicht. Ein Satz wie „Ich merke, wir sind gerade auf Stufe 3" bremst die emotionale Reaktion. Das funktioniert bei Ihnen selbst und bei Ihrem Gegenüber.

Psychologische Sicherheit als Schutzschild

Amy Edmondson (Harvard) zeigt seit 25 Jahren: Teams mit hoher psychologischer Sicherheit eskalieren seltener. Sie misst dabei Lernverhalten und Teamleistung, Cortisol hat sie nicht gemessen. Die Brücke zur Stressphysiologie ist unsere Lesart: Wenn Menschen wissen, dass abweichende Meinungen nicht bestraft werden, fällt ein Stressreiz weg. Der präfrontale Kortex bleibt dann eher im Spiel. Die Biologie erlaubt, was die Kultur ermöglicht. Schaffen Sie regelmäßig Räume, in denen Widerspruch nicht nur geduldet, sondern eingefordert wird.

Frühwarnsystem installieren

Die meisten Konflikte werden nicht auf Stufe 1 erkannt, sondern auf Stufe 4 oder 5. Dann ist es neurologisch bereits zu spät für Selbsthilfe. Etablieren Sie ein Frühwarnsystem: regelmäßige Retrospektiven, ein offenes Feedback-Format, eine explizite Einladung an Ihr Team, Spannungen früh zu benennen. Die günstigste Intervention ist die, die auf Stufe 1 stattfindet.

Infografik: Steckbrief eines Versuchs mit drei Feldern zu Teilnehmern, Nasenspray und Aufgaben, darunter zwei Balken, die zeigen, dass die eigene Gruppe stark bevorzugt und die andere nur in geringerem Maß abgewertet wurde.
Interventions-Check

Wann braucht es welche Hilfe?

Die richtige Intervention hängt nicht von Ihrem Wunsch ab, sondern von der Biologie der Beteiligten.

Stufe 1 bis 3: Sie selbst

Klärungsgespräche, Moderation, aktives Zuhören. Ihr präfrontaler Kortex ist aktiv. Nutzen Sie das Fenster. Affect Labeling und strategische Pausen sind Ihre stärksten Werkzeuge.

Stufe 4 bis 6: Externe Mediation

Professionelle Prozessbegleitung. Die Beteiligten können den Konflikt nicht mehr allein lösen. Ihr Gehirn verhindert es. Eine neutrale dritte Partei bringt die Perspektive zurück, die das Cortisol genommen hat.

Stufe 7 bis 9: Machteingriff

Strukturelle Trennung, übergeordnete Entscheidung, externe Schiedsinstanz. Auf dieser Ebene ist das Gehirn im Überlebensmodus. Freiwillige Kooperation ist biologisch nicht mehr möglich.

Kernimpuls

Konflikt-Eskalation ist kein Zeichen von Schwäche, mangelnder Intelligenz oder schlechtem Charakter. Es ist Neurobiologie. Ihr Gehirn schaltet unter Stress systematisch die Fähigkeiten ab, die Sie zur Lösung bräuchten: Empathie, Perspektivwechsel, Impulskontrolle. Das Wissen um diese Mechanismen verändert alles. Denn wer versteht, was im eigenen Gehirn passiert, kann intervenieren, bevor die Biologie die Regie übernimmt. Nicht mit mehr Willenskraft. Mit besserer Strategie.

Vertiefen Sie dieses Thema mit unserem Impuls Konflikte als Chance: Konstruktive Konfliktlösung für konkrete Strategien zur positiven Konfliktgestaltung.

Quellen

Wissenschaftliche Referenzen

Arnsten, A. F. T. (2009). Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nature Reviews Neuroscience, 10(6), 410-422.

De Dreu, C. K. W., Greer, L. L., Van Kleef, G. A., Shalvi, S., und Handgraaf, M. J. J. (2011). Oxytocin promotes human ethnocentrism. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(4), 1262-1266.

Edmondson, A. C. (2019). The Fearless Organization: Creating Psychological Safety in the Workplace. John Wiley & Sons.

Eisenberger, N. I., Lieberman, M. D., & Williams, K. D. (2003). Does rejection hurt? An fMRI study of social exclusion. Science, 302(5643), 290-292.

Glasl, F. (2013). Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater. 11. Auflage. Haupt Verlag.

Hickok, G. (2009). Eight problems for the mirror neuron theory of action understanding in monkeys and humans. Journal of Cognitive Neuroscience, 21(7), 1229-1243. Gegenposition zur Übertragung auf den Menschen.

Lieberman, M. D. et al. (2007). Putting feelings into words: Affect labeling disrupts amygdala activity in response to affective stimuli. Psychological Science, 18(5), 421-428.

Rizzolatti, G., Fadiga, L., Gallese, V., und Fogassi, L. (1996). Premotor cortex and the recognition of motor actions. Cognitive Brain Research, 3(2), 131-141. Erstbeschreibung an Makaken, nicht am Menschen, und zu Handlungen, nicht zu Gefühlen.

Reflexion

Reflexionsimpulse

Diese Fragen helfen Ihnen, die Mechanismen in Ihrem eigenen Führungsalltag zu erkennen.

Denken Sie an den letzten Konflikt, der Sie emotional bewegt hat. Ab welcher Stufe haben Sie gemerkt, dass etwas kippt?
Wie lange dauert es in Ihrem Team durchschnittlich, bis ein Konflikt angesprochen wird? Was verhindert ein früheres Ansprechen?
Erinnern Sie sich an einen Moment, in dem Sie im Nachhinein dachten: „Das hätte ich anders lösen sollen." Was hat Ihr Gehirn in dem Moment gesteuert?
Welche der vier Strategien könnten Sie in der kommenden Woche konkret einsetzen? Was wäre der erste Schritt?
Gibt es in Ihrem Team eine Kultur, in der Spannungen früh benannt werden? Oder werden sie geschluckt, bis es zu spät ist?
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Dennis Tefett, Executive Coach

Dennis Tefett

Psychologie, Erziehungs- & Sozialwissenschaften (M.Ed.) | Gesundheitsmanager (B.A.)

Ich schreibe diese Impulse aus der Praxis. Wer ein Thema tiefer bearbeiten möchte, findet dafür Seminare und Kurse.

Veröffentlicht am Aktualisiert am

Quellen und weiterführende Lektüre

8 Belege

Jede Angabe wurde einzeln gegen die Originalquelle geprüft.

  1. Glasl, F. (2013). Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater. 11. Auflage. Haupt Verlag, Bern. Quelle des Neun-Stufen-Modells der Eskalation, Buch ohne DOI.

  2. Arnsten, A. F. T. (2009). Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nature Reviews Neuroscience, 10(6), 410-422. Übersichtsarbeit.

  3. De Dreu, C. K. W., Greer, L. L., Van Kleef, G. A., Shalvi, S., und Handgraaf, M. J. J. (2011). Oxytocin promotes human ethnocentrism. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(4), 1262-1266.

  4. Eisenberger, N. I., Lieberman, M. D., und Williams, K. D. (2003). Does rejection hurt? An fMRI study of social exclusion. Science, 302(5643), 290-292.

  5. Lieberman, M. D., Eisenberger, N. I., Crockett, M. J., Tom, S. M., Pfeifer, J. H., und Way, B. M. (2007). Putting feelings into words: Affect labeling disrupts amygdala activity in response to affective stimuli. Psychological Science, 18(5), 421-428.

  6. Rizzolatti, G., Fadiga, L., Gallese, V., und Fogassi, L. (1996). Premotor cortex and the recognition of motor actions. Cognitive Brain Research, 3(2), 131-141. Erstbeschreibung an Makaken, nicht am Menschen. Die abgeleiteten Zellen feuerten bei zielgerichteten Hand- und Mundhandlungen, nicht bei Emotionen.

  7. Hickok, G. (2009). Eight problems for the mirror neuron theory of action understanding in monkeys and humans. Journal of Cognitive Neuroscience, 21(7), 1229-1243. Kritische Gegenposition zur Übertragung der Spiegelneuronen auf menschliches Verstehen.

  8. Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350-383.

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