Innere Stärke & Resilienz

Psychische Gesundheit führen: Was Ihr Team von Ihnen braucht

Illustration: Ein Abteilungsleiter wendet sich an einem kleinen runden Tisch ganz seinem Gegenüber zu und sucht nach dem ersten Satz.
Die Krise

Die stille Epidemie in Ihrem Team

Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Und die meisten Führungskräfte bemerken die Warnsignale zu spät.

342
psychisch bedingte Fehltage je 100 Beschäftigte im Jahr 2024 (DAK-Psychreport, Update vom 15.04.2025)
33 Tage
dauerte eine psychisch bedingte Krankschreibung im Mittel (DAK-Psychreport, Update vom 15.04.2025)

In Ihrem Team gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade jetzt jemanden, der unter einer psychischen Belastung leidet, die Sie nicht sehen. Nicht weil Sie nicht aufmerksam sind, sondern weil psychische Erkrankungen sich systematisch verstecken. Die Betroffenen kompensieren, funktionieren, lächeln. Bis sie nicht mehr können.

Das Problem ist nicht individuell, es ist systemisch. Chronischer Arbeitsstress, mangelnde Erholung, fehlende psychologische Sicherheit und eine Arbeitskultur, die Funktionieren über Wohlbefinden stellt: Das sind die Treiber einer Krise, die jedes Team betrifft. Und Führungskräfte stehen dabei in einer Position, die neurowissenschaftlich betrachtet einzigartig mächtig ist.

„Die größte Bedrohung für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ist nicht die Belastung selbst. Es ist die Einsamkeit in der Belastung.“

— Sinngemäß nach Vivek Murthy, Surgeon General Framework for Mental Health and Well-Being in the Workplace (2022)

Die Wissenschaft

Allostatic Load: Wenn der Körper die Rechnung präsentiert

Bruce McEwens Konzept der allostatischen Last erklärt, wie chronischer Stress den Körper und das Gehirn systematisch schädigt, lange bevor eine klinische Diagnose gestellt wird.

Allostase beschreibt die Fähigkeit des Körpers, sich an wechselnde Anforderungen anzupassen. Kurzfristiger Stress ist gesund: Der Körper mobilisiert Ressourcen, löst das Problem, kehrt zur Baseline zurück. Allostatische Last entsteht, wenn dieser Zyklus nicht abgeschlossen wird. Wenn der Stress chronisch wird, bleibt das System im Alarmzustand. Die Stresshormone, die kurzfristig helfen, werden langfristig toxisch.

McEwen identifizierte vier Muster der allostatischen Überlastung: wiederholte Stressexpositionen ohne ausreichende Erholung, fehlende Adaptation an wiederkehrende Stressoren, verlängerte Stressreaktion nach dem Ende des Stressors und inadäquate Stressantwort, die zu kompensatorischer Überaktivierung anderer Systeme führt. Alle vier sind in modernen Arbeitsumgebungen weit verbreitet.

Neuronale Auswirkungen

Im Tierversuch ziehen sich unter chronischem Stress die Nervenzellen im Hippocampus (Gedächtnis) zurück, während sie sich im Mandelkern stärker verzweigen (Vyas et al., 2002). Beim Menschen sind entsprechende Zusammenhänge für Hippocampus und Stirnhirn gut gestützt. Die Befunde zur Amygdala sind uneinheitlich.

Körperliche Folgen

Kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom, Immunsuppression, chronische Entzündungen. Die allostatische Last manifestiert sich in messbaren Biomarkern, lange bevor Symptome auftreten.

Psychische Folgen

Erschöpfungsdepression, Angststörungen, Schlafstörungen, kognitive Einschränkungen. Das „Burnout" ist die populäre Bezeichnung für einen Zustand allostatischer Überlastung.

Infografik: Ein schematisches Gehirn in der Seitenansicht mit drei markierten Stellen. Im Tierversuch zieht sich der Hippocampus zurück und der Mandelkern verzweigt sich stärker, beim Menschen gestützt sind Befunde zu präfrontalem Cortex und Hippocampus.

Was Führungskräfte wissen müssen

Allostatische Last ist kumulativ und individuell. Zwei Mitarbeitende mit identischer Arbeitsbelastung können völlig unterschiedliche Stressreaktionen zeigen, weil ihre Vorbelastung, ihre Erholungsressourcen und ihre neuronale Stressverarbeitung unterschiedlich sind.

Deshalb funktionieren pauschale Wellness-Programme so schlecht. Sie adressieren nicht die individuelle allostatische Last, sondern bieten Einheitslösungen für ein hochindividuelles Problem.

Neurobiologie

Co-Regulation: Ihr Nervensystem führt mit

Co-Regulation ist die Fähigkeit, das Nervensystem eines anderen Menschen durch die eigene Präsenz zu stabilisieren. Führungskräfte tun das permanent, bewusst oder unbewusst.

Stephen Porges beschreibt Co-Regulation als den primären Mechanismus, durch den Menschen einander beruhigen. Es geschieht über Stimme (Prosodie), Gesichtsausdruck, Körperhaltung und zeitliche Abstimmung in der Interaktion. Seine Polyvagaltheorie ist dabei ein Erklärungsmodell und kein gesicherter Befund. Ihre fünf Grundannahmen sind 2023 in Biological Psychology grundsätzlich bestritten worden. Was auch ohne dieses Modell gilt: Ihr Nervensystem sendet permanent Signale an die Nervensysteme Ihres Teams. Diese Signale werden unbewusst empfangen und beeinflussen den physiologischen Zustand Ihrer Mitarbeitenden.

Das bedeutet: Wenn Sie als Führungskraft reguliert sind, reguliert Ihre Präsenz Ihr Team. Wenn Sie dysreguliert sind, spürt Ihr Team die Bedrohung, auch wenn Sie nichts sagen. Co-Regulation ist in dieser Lesart keine Technik, die man anwendet, sondern ein Vorgang, der ohnehin abläuft. Die Frage ist nicht ob, sondern in welche Richtung Sie regulieren.

Ihre Stimmqualität sendet Sicherheits- oder Bedrohungssignale an die Nervensysteme Ihres Teams.
Ihr Gesichtsausdruck wird sehr schnell und weitgehend automatisch verarbeitet, lange bevor Ihr erstes Wort gehört wird.
Ihre Körperspannung überträgt sich physiologisch auf anwesende Personen.
Ihre Regulationsfähigkeit bestimmt die obere Grenze der emotionalen Stabilität Ihres Teams.
Selbstregulation ist damit nicht nur Selbstfürsorge, sondern eine Führungskompetenz.
Infografik: Eine Figur von vorn am Tisch, markiert sind Stimme an Mund und Kehle, Gesicht an Augen und Stirn, Körperspannung an den Schultern und das mit der Rückseite nach oben liegende Telefon als ungeteilte Zeit.

„Die wichtigste Investition einer Führungskraft in die psychische Gesundheit ihres Teams ist die eigene Regulation.“

— Sinngemäß nach Daniel Siegel, Konzept der interpersonellen Neurobiologie

Kontext

Gesetzliche Pflichten: Warum sie nur der Anfang sind

Die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen steht seit 2013 im Arbeitsschutzgesetz. Sie ist keine Neuerung. Aber Paragraphen allein verändern keine Kultur.

Die Pflicht des Arbeitgebers zur Gefährdungsbeurteilung folgt aus Paragraf 5 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz. Dass dabei ausdrücklich auch psychische Belastungen bei der Arbeit zu betrachten sind, steht seit 2013 in Paragraf 5 Absatz 3 Nummer 6 ArbSchG. Diese Pflicht gilt also seit über zehn Jahren. Wer sie Ihnen als Neuerung verkauft, verkauft Ihnen etwas Altes. Ein struktureller Rahmen ist damit gesetzt, ein kultureller Wandel noch nicht.

Häufig fällt in diesem Zusammenhang das BEEP-Gesetz. Hinter der Abkürzung steht das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege vom 22. Dezember 2025, verkündet am 29. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2025 I Nr. 371) und in Kraft seit dem 1. Januar 2026. Es ändert das Pflegeberufegesetz, das Fünfte und das Elfte Buch Sozialgesetzbuch sowie weitere Gesetze. Geregelt wird, welche heilkundlichen Aufgaben Pflegefachpersonen eigenverantwortlich wahrnehmen dürfen, dazu erweiterte Verordnungsbefugnisse und der Abbau von Dokumentationspflichten. Pflichten von Arbeitgebern zur psychischen Gesundheit stehen nicht darin. Am Gesetzestext nachgezählt: Die Wörter psychisch, Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutzgesetz kommen darin kein einziges Mal vor.

Ob eine gesetzliche Pflicht die Gesundheit der Mitarbeitenden verbessert, ist nicht untersucht. Untersucht ist, was Führungskräfte bewirken. Josie Milligan-Saville und Kollegen führten 2017 in Lancet Psychiatry eine cluster-randomisierte Studie in einer australischen Feuerwehr durch. Eine vierstündige Schulung der Führungskräfte zum Thema psychische Gesundheit senkte die arbeitsbedingten Fehlzeiten der Mitarbeitenden über sechs Monate, während sie in der Kontrollgruppe stiegen. Auf die allgemeinen Krankheitstage wirkte sie nicht. Diego Montano und Kollegen zeigten 2017 im Journal of Organizational Behavior in einer umfassenden Metaanalyse, dass Führungsverhalten mit der psychischen Gesundheit der Geführten zusammenhängt: positiv bei beziehungsorientierter Führung und guter Führungsbeziehung, deutlich negativ bei destruktiver Führung. Nicht die Dokumentation verändert also etwas, sondern die Führungskraft.

Zwischen Pflicht und Haltung

Erfüllen Sie die gesetzlichen Anforderungen. Aber verwechseln Sie Compliance nicht mit Wirksamkeit. Eine ausgefüllte Gefährdungsbeurteilung schützt Ihr Unternehmen juristisch. Sie schützt nicht die psychische Gesundheit Ihres Teams.

Was Ihr Team braucht, ist keine Checkliste. Es braucht eine Führungskraft, die erkennt, wenn jemand an der Grenze der allostatischen Belastbarkeit steht, und die weiß, was dann zu tun ist. Nicht als Therapeut. Als menschlicher Stabilitätsanker.

Infografik: Eine Zeitachse, auf der ein langes Band ab 2013 nach rechts läuft und die Gefährdungsbeurteilung trägt, daneben steht bei 2026 eine kurze Marke für das BEEP-Gesetz mit dem Hinweis keine Arbeitgeberpflicht.
Praxis

Der Mental Health Check-in: 5 Schritte für die Führungspraxis

Psychologische Erste Hilfe ist keine Therapie. Es ist ein strukturierter Ansatz, der Ihnen erlaubt, in kritischen Momenten wirksam zu handeln, ohne Ihre Rolle als Führungskraft zu überschreiten.

Beobachten ohne zu bewerten

Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten: Rückzug, Leistungsabfall, Reizbarkeit, häufige Fehltage, Zynismus. Dokumentieren Sie Muster, nicht einzelne Vorfälle. Ihr Ziel ist es, Trends zu erkennen, die auf steigende allostatische Last hindeuten.

Den Rahmen schaffen

Wählen Sie einen geschützten Moment: kein Flurgespräch, kein Zeitdruck, keine Zuhörer. Beginnen Sie mit einer Beobachtung, nicht mit einer Diagnose: „Mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit anders wirkst. Ich möchte nachfragen, wie es dir geht."

Zuhören, nicht lösen

Der größte Fehler in diesen Gesprächen: sofort Lösungen anbieten. Ihr Gegenüber braucht zuerst das Gefühl, gehört zu werden. Co-Regulation funktioniert durch Präsenz, nicht durch Ratschläge. Halten Sie die Stille aus. Nicken Sie. Wiederholen Sie.

Grenzen respektieren

Sie sind nicht der Therapeut. Wenn die Belastung klinische Ausmaße hat, verweisen Sie an professionelle Hilfe: betriebliche Sozialberatung, Mitarbeitertelefon, externe Beratungsstellen. Sagen Sie: „Ich sehe, dass das mehr ist, als ich lösen kann. Lass mich dir helfen, die richtige Unterstützung zu finden."

Nachverfolgen, nicht vergessen

Ein einzelnes Gespräch ist kein Check-in. Fragen Sie nach einer Woche erneut nach. Zeigen Sie, dass es kein einmaliges Pflichtgespräch war. Regelmäßigkeit signalisiert dem Nervensystem: „Diese Person bleibt. Ich bin nicht allein." Das ist Co-Regulation in Aktion.

Nachgebildetes Beispiel: Die Teamleiterin, die hinsah

Eine Teamleiterin bemerkt, dass ihr bester Mitarbeiter seit zwei Wochen pünktlich geht, obwohl er früher freiwillig blieb. Er macht keine Fehler, aber seine Spontanität ist verschwunden. In der Mittagspause isst er allein. Statt zu warten, bis die Leistung einbricht, spricht sie ihn unter vier Augen an: „Mir ist aufgefallen, dass du anders wirkst. Ich möchte fragen, wie es dir geht."

Er erzählt von einer familiären Krise. Sie hört zu, ohne zu beraten. Am nächsten Tag fragt sie kurz nach. Danach blieb er im Arbeitsprozess. Nicht weil sie Therapeutin wurde, sondern weil sie als Co-Regulatorin präsent war. Ob ohne diese zehn Minuten ein Ausfall gekommen wäre, lässt sich an einem einzelnen Fall nicht feststellen.

Infografik: Fünf nummerierte Stationen von Beobachten bis Nachfragen, der vierte Schritt ist kräftiger gezeichnet und hat einen Pfeil nach unten aus der Reihe heraus, ein langer Rückpfeil trägt den Hinweis nach einer Woche.

Ihre Rolle als Stabilitätsanker

Sie müssen kein Experte für psychische Gesundheit sein. Sie müssen ein Mensch sein, der präsent ist, der zuhört und der sein eigenes Nervensystem reguliert genug hat, um für andere ein Anker zu sein.

Darauf läuft Mental Health Leadership hinaus: Es geht nicht um Programme, Tools oder Checklisten. Es geht um die Fähigkeit einer Führungskraft, einen physiologisch sicheren Raum zu schaffen, in dem Menschen sich zeigen dürfen, wie sie sind. Das erfordert eigene Regulation, Mut zur Verletzlichkeit und die Bereitschaft, hinzuschauen, auch wenn es unbequem ist.

Eine ehrliche Abgrenzung

Hier wird gebildet, nicht behandelt. Dieser Beitrag beschreibt, was Führung leisten kann, und er ersetzt weder Diagnose noch Therapie. Er macht Sie nicht zur Fachperson für psychische Erkrankungen. Die fünf Schritte oben sind kein Screening. Wenn Sie ihn lesen, weil es Ihnen selbst gerade schlecht geht, wenn Sie seit Wochen nicht schlafen, Panik erleben oder an Suizid denken, dann gehört das in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Bitte holen Sie sich diese Hilfe, und zwar zuerst.

Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr erreichbar, kostenfrei und anonym: 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123. In einer akuten Notlage wählen Sie die 112.

Weiterführend

Vertiefen Sie Ihre Regulationskompetenz

Psychische Gesundheit führen erfordert ein Fundament aus Selbstregulation, Empathie und physiologischer Sicherheit.

Allostatische Last: Die wissenschaftliche Grundlage chronischer Erschöpfung
Emotionale Agilität: Warum Ihr Toleranzfenster über Ihre Führungsqualität entscheidet
Burnout-Warnsignale: 7 Zeichen, die Führungskräfte fast immer übersehen
Physiologische Sicherheit: Wie Ihr Nervensystem das gesamte Team reguliert
Kostenloser Guide
Wissenschaftlich fundiertHandverlesene Inhalte

5 Neurowissenschaftliche Prinzipien für wirksame Führung

Kein Spam. Jederzeit abbestellbar. Datenschutz

Stimmen aus der Praxis22 Bewertungen
M.K.

“Ich kam als Geschäftsführer, der ständig reagiert hat. Nach 3 Monaten hatte ich ein System, das mir erlaubt, strategisch zu führen, ohne ständig auf Abruf zu sein.”

Geschäftsführer, IT-Dienstleistung

Arbeitszeit um 12h/Woche reduziert bei höherem Output

S.W.

“Kein anderer Coach hat mir so klar gezeigt, welche Muster mich blockieren. Wissenschaftlich, nicht esoterisch. Das hat den Unterschied gemacht.”

Vorständin, Mittelstand

Beförderung in den Vorstand innerhalb von 8 Monaten

A.R.

“Die Kombination aus psychologischer Tiefe und unternehmerischem Verständnis ist einzigartig. Dennis versteht den Druck, unter dem wir stehen.”

Managing Director, Finanzbranche

Team-Fluktuation von 35% auf 8% gesenkt

1 von 8

Vom Wissen zur Wirkung

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Dennis Tefett, Executive Coach

Dennis Tefett

Psychologie, Erziehungs- & Sozialwissenschaften (M.Ed.) | Gesundheitsmanager (B.A.)

Ich schreibe diese Impulse aus der Praxis. Wer ein Thema tiefer bearbeiten möchte, findet dafür Seminare und Kurse.

Veröffentlicht am

Quellen und weiterführende Lektüre

9 Belege

Jede Angabe wurde einzeln gegen die Originalquelle geprüft.

  1. Milligan-Saville, J. S., Tan, L., Gayed, A., Barnes, C., Madan, I., Dobson, M., Bryant, R. A., Christensen, H., Mykletun, A., und Harvey, S. B. (2017). Workplace mental health training for managers and its effect on sick leave in employees: A cluster randomised controlled trial. The Lancet Psychiatry, 4(11), 850-858. Cluster-randomisierte Studie, wirkte auf arbeitsbedingte Fehlzeiten, nicht auf allgemeine Krankheitstage.

  2. Montano, D., Reeske, A., Franke, F., und Hüffmeier, J. (2017). Leadership, followers' mental health and job performance in organizations: A comprehensive meta-analysis from an occupational health perspective. Journal of Organizational Behavior, 38(3), 327-350.

  3. Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350-383. Grundlagenarbeit zur psychologischen Sicherheit im Team.

  4. McEwen, B. S. (1998). Protective and damaging effects of stress mediators. The New England Journal of Medicine, 338(3), 171-179. Grundlage des im Text genannten Begriffs der allostatischen Belastbarkeit.

  5. Vyas, A., Mitra, R., Shankaranarayana Rao, B. S., und Chattarji, S. (2002). Chronic Stress Induces Contrasting Patterns of Dendritic Remodeling in Hippocampal and Amygdaloid Neurons. The Journal of Neuroscience, 22(15), 6810-6818. Tiermodell Ratte. Die stärkere Verzweigung im Mandelkern ist ein Nagerbefund und keine Volumenzunahme beim Menschen.

  6. GEGENPOSITION: Grossman, P. (2023). Fundamental challenges and likely refutations of the five basic premises of the polyvagal theory. Biological Psychology, 180, 108589. Dieser Beitrag nutzt die Polyvagaltheorie als Erklärungsmodell und nicht als gesicherten Befund.

  7. GEGENPOSITION: Hickok, G. (2009). Eight Problems for the Mirror Neuron Theory of Action Understanding in Monkeys and Humans. Journal of Cognitive Neuroscience, 21(7), 1229-1243. Spricht gegen die Annahme, Spiegelneurone trügen das Verstehen fremden Ausdrucks.

  8. DAK-Gesundheit und IGES Institut (2025). Update zum Psychreport, Pressemitteilung vom 15.04.2025, Datenjahr 2024, 2,42 Millionen DAK-versicherte Beschäftigte. 342 psychisch bedingte Fehltage je 100 Beschäftigte, durchschnittliche Krankschreibung knapp 33 Tage.

  9. RECHTSQUELLE: Paragraf 5 Absatz 1 und Absatz 3 Nummer 6 Arbeitsschutzgesetz. Die Gefährdungsbeurteilung umfasst ausdrücklich psychische Belastungen bei der Arbeit.

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