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Dennis Tefett · Psychologie, Erziehungs- & Sozialwissenschaften (M.Ed.) | Gesundheitsmanager (B.A.)

Innere Stärke & Resilienz

Warum erfolgreiche Menschen anders scheitern

Illustration: Ein Unternehmer steht mit den Händen in den Taschen am Fenster, zu seinen Füßen ein zerknülltes Blatt.
Podcast · 23:57

Podcastfolge zu diesem Beitrag, gesprochen von Dennis Tefett

Warum reagiere ich so, wie ich reagiere?

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Neurobiologie des Scheiterns

Ein Millionenverlust, null Entscheidungen

„Ich habe einen Millionenbetrag in ein Projekt investiert, das gescheitert ist. Und ich konnte danach zwei Monate lang keine Entscheidung mehr treffen. Nicht einmal, wo wir zu Mittag essen.“

Das sagte mir ein Geschäftsführer in unserer ersten Coaching-Sitzung. Ein Mann, der seit fünfzehn Jahren erfolgreich ein mittelständisches Unternehmen führt. Dessen Mitarbeiter ihn als entscheidungsfreudig und belastbar beschreiben. Und der seit einem gescheiterten Expansionsprojekt vor Entscheidungen zurückschreckte wie vor einem heißen Herd. Die Geschichte ist aus meiner Beratungspraxis nachgebildet. Sie zeigt einen typischen Verlauf und kein einzelnes Mandat.

Sein Umfeld sah einen Manager, der plötzlich zögerlich wurde. Was ich sah: Ein Gehirn, das im Schmerzvermeidungsmodus gefangen war. Und das ist etwas grundlegend anderes.

Neuroanatomie

Der anteriore cinguläre Cortex: Ihr Fehler-Detektor

Tief in Ihrem Gehirn, zwischen den beiden Hemisphären, liegt eine Region, die über Erfolg und Stagnation entscheidet.

Der anteriore cinguläre Cortex (ACC) ist Teil eines Netzwerks, das Fehler erkennt, Konflikte verarbeitet und entscheidet, wie viel Aufmerksamkeit ein Problem verdient. Jedes Mal, wenn etwas nicht so läuft wie erwartet, wenn Ihre Prognose von der Realität abweicht, feuert der ACC. Er sagt Ihnen: „Achtung, hier stimmt etwas nicht.“ Der Ausschlag liegt rund 100 Millisekunden nach Beginn der falschen Bewegung, lange bevor Sie bewusst über den Fehler nachdenken.

Das passiert bei jedem Menschen. Der Unterschied liegt in dem, was danach kommt. Und dieser Unterschied ist messbar.

EEG-Forschung

50 Millisekunden, die alles entscheiden

Jason Moser und seine Kollegen an der Michigan State University haben 2011 den Unterschied zwischen Lernen und Stagnation sichtbar gemacht.

Sie maßen die elektrische Gehirnaktivität von Versuchspersonen direkt nach Fehlern und fanden zwei distinkte Signale: Das erste Signal, die sogenannte Error-Related Negativity (ERN), tritt bei allen Menschen auf. Es ist die automatische Fehlererkennung. Ihr ACC meldet: „Da ist ein Fehler passiert.“

Das zweite Signal, die Error Positivity (Pe), ist der entscheidende Unterschied. Es tritt einige Zehntelsekunden nach der falschen Antwort auf und steht für die bewusste Auseinandersetzung mit dem Fehler. Genauer gesagt hängt das Bemerken des Fehlers am späten Anteil der Pe, der frühe verhält sich dabei wie die ERN (Endrass, Reuter und Kathmann, 2007). Menschen, die aus Fehlern lernen, zeigen eine signifikant stärkere Pe. Ihr Gehirn widmet dem Fehler mehr bewusste Aufmerksamkeit. Es analysiert. Es sucht nach Mustern. Es lernt.

Menschen, deren Gehirn diese zweite Welle kaum zeigt, registrieren den Fehler, investieren aber nicht in die Analyse. Sie ziehen sich zurück. Der Fehler wird als Bedrohung kategorisiert, nicht als Information.

Der bemerkenswerte Befund: Diese Unterschiede korrelierten mit dem Mindset der Versuchspersonen. Menschen mit einem Growth Mindset (der Überzeugung, dass Fähigkeiten entwickelbar sind) zeigten stärkere Pe-Signale. Ihr Gehirn hatte buchstäblich gelernt, Fehler als Lerngelegenheit zu verarbeiten statt als Bedrohung.

Error-Related Negativity (ERN)

Automatische Fehlererkennung. Der Ausschlag liegt rund 100 Millisekunden nach Beginn der falschen Bewegung, nicht davor. Tritt bei jedem Menschen auf. Ihr ACC meldet: „Da ist ein Fehler passiert." Das läuft ohne Ihr Zutun. Veränderbar ist es trotzdem: Werden Fehler bestraft, fällt die ERN stärker aus. Diese Verschiebung hält an (Riesel et al., 2012).

Error Positivity (Pe)

Bewusste Fehleranalyse, einige Zehntelsekunden nach der falschen Antwort. Mit dem Bemerken des Fehlers hängt der späte Anteil der Pe zusammen, nicht der frühe (Endrass, Reuter und Kathmann, 2007). Der entscheidende Unterschied: Starke Pe bedeutet Lernen, schwache Pe bedeutet Vermeidung. Ob sich die Pe gezielt trainieren lässt, ist offen. Gemessen ist bisher ein Zusammenhang, kein Trainingseffekt.

Growth Mindset geht mit stärkerer Pe einher

Mosers EEG-Studie (Michigan State, 2011) zeigte: Growth Mindset korreliert mit stärkeren Pe-Signalen. Es ist eine Querschnittsmessung, gezeigt ist damit ein Zusammenhang und keine Veränderung über die Zeit.

Fehlersignal
✗ACC feuert, danach Rückzug
✓ACC feuert, danach bewusste Analyse
Neuronale Reaktion
✗Amygdala dominiert, Bedrohungsmodus
✓Präfrontaler Cortex aktiviert, Lernmodus
Fehler wird kategorisiert als
✗Beweis für mangelnde Fähigkeit
✓Information für Verbesserung
Langfristige Folge
✗Risikovermeidung, Stagnation
✓Adaptives Lernen, Wachstum
Trainierbarkeit
✗Selbstverstärkender Kreislauf
✓Neuroplastisch veränderbar
Ablaufgrafik: Nach dem Fehler folgen zwei Wellen, die zweite gabelt sich in einen starken Weg mit genauerer Leistung danach und einen schwachen Weg mit Rückzug. Darüber eine Lupe.
Schmerzforschung

Warum Scheitern physisch schmerzt

Die Entdeckung, die das Verständnis von Führungsversagen revolutionierte.

Naomi Eisenberger und ihre Kolleginnen an der UCLA veröffentlichten 2003 eine Studie in Science, die in der Neurowissenschaft Wellen schlug: Sozialer Ausschluss aktiviert Hirnregionen, die auch bei körperlichem Schmerz anspringen. Berichtet sind vor allem der dorsale anteriore cinguläre Cortex und der rechte ventrale präfrontale Cortex. Untersucht wurde ein virtuelles Ballspiel, aus dem die Teilnehmenden ausgeschlossen wurden. Berufliches Scheitern war nicht Gegenstand dieser Studie. Dass es ähnlich wirkt, ist ein Analogieschluss und kein Messergebnis.

Scheitern tut weh, und zwar nicht nur im übertragenen Sinn. Die beteiligten Areale überschneiden sich mit denen des körperlichen Schmerzes. Die Muster darin sind allerdings getrennt: Ein Klassifikator, der körperlichen Schmerz zuverlässig erkennt, arbeitet bei sozialer Zurückweisung auf Zufallsniveau (Woo et al., 2014). Gleiche Nachbarschaft, andere Sprache.

Und genau hier liegt die Falle: Wenn Scheitern Schmerz auslöst, ist die natürliche Reaktion des Gehirns, den Schmerz zu vermeiden. Also vermeidet es das Scheitern. Nicht durch bessere Leistung, sondern durch Vermeidung von Situationen, in denen Scheitern möglich ist.

Mein Klient vermied Entscheidungen nicht, weil er Angst vor falschen Entscheidungen hatte. Er vermied sie, weil sein Gehirn jede Entscheidungssituation automatisch mit dem Schmerz des gescheiterten Projekts verknüpfte. Jedes Mal, wenn er eine Entscheidung treffen sollte, sendete sein Gehirn dasselbe Signal: Gefahr. Schmerz. Zurückweichen.

rund 100 ms
ACC-Fehlererkennung nach Beginn der Fehlbewegung
Pe
Bewusste Fehleranalyse, einige Zehntelsekunden nach der falschen Antwort
UCLA 2003
Scheitern = physischer Schmerz
3 Phasen
Coaching-Prozess zur Umkodierung
Das Paradox

Wie Fehlervermeidung zum Scheitern führt

Die Angst vor dem Scheitern erzeugt exakt das Ergebnis, das sie verhindern soll.

In meiner Coaching-Praxis beobachte ich dieses Paradox regelmäßig, besonders bei Führungskräften, die bisher fast nur Erfolg kannten: Die Angst vor dem Scheitern führt dazu, dass keine Risiken mehr eingegangen werden. Keine Risiken bedeuten keine Innovation, keine mutigen Personalentscheidungen, keine strategischen Wetten. Und ausgerechnet diese Risikovermeidung führt langfristig zu genau dem Scheitern, das vermieden werden sollte: Stagnation, Bedeutungslosigkeit, Überholung durch den Wettbewerb.

Das Gehirn glaubt, es schützt Sie. In Wirklichkeit programmiert es Sie auf Mittelmäßigkeit.

„Ich bin in meiner Komfortzone so sicher, dass ich nicht einmal merke, wie sie schrumpft.“

— Führungskraft im Coaching

Neurologisch formuliert: Ihr Gehirn hatte die Schwelle für „bedrohliche Situationen“ so weit heruntergesetzt, dass selbst moderate Unsicherheit das Schmerzsystem aktivierte. Der Handlungsspielraum wird kleiner, ohne dass die betroffene Person es bemerkt.

Neurobiologische Strategien

Was erfolgreiche Menschen neurologisch anders machen

Erfolgreiche Menschen haben kein schmerzfreies Gehirn. Sie haben gelernt, den Schmerz des Scheiterns anders zu verarbeiten. Drei trainierbare Mechanismen machen den Unterschied.

1. Kognitive Neubewertung

Kevin Ochsner (Columbia) zeigte in fMRT-Studien: Bewusste Neubewertung (Cognitive Reappraisal) reduziert Amygdala-Aktivität messbar und aktiviert den präfrontalen Cortex. Das ist keine esoterische Übung. Das ist eine trainierbare neuronale Kompetenz.

2. Psychologische Sicherheit

Amy Edmondson (Harvard) zeigte: Die Fehlerkultur im Team verändert die individuelle Fehlerverarbeitung. In einem Umfeld, das Fehler bestraft, addiert sich soziale Schmerzreaktion zum Fehlerschmerz. Doppelter Schmerz, doppelte Vermeidung.

3. Dosierte Exposition

Als Merkhilfe, nicht als Messwert: Aufgaben im mittleren Schwierigkeitsgrad liefern genug Erfolgserlebnis für Motivation und genug Fehler für Lernen. Zu leicht heißt kein Lernanreiz, zu schwer heißt Vermeidung. Dopaminerge Neurone signalisieren dabei die Abweichung zwischen erwarteter und eingetretener Belohnung (Schultz et al., 1997), nicht eine Menge Motivation.

Kognitive Neubewertung in der Praxis: Wer sich nach einem Fehler die Frage stellt „Was kann ich daraus lernen?“ statt „Warum passiert mir das?“, aktiviert ein anderes neuronales Netzwerk. Die Frage „Was kann ich lernen?“ richtet die Aufmerksamkeit auf die Sache, die Frage „Warum mir?“ auf die eigene Person. Psychologisch entspricht das dem, was die Forschung als kognitive Neubewertung untersucht (Ochsner et al., 2004). Welche Hirnregion dabei welche Frage beantwortet, ist so nicht gemessen worden. In meinem Coaching übe ich mit Klienten genau diesen Umschaltpunkt, anhand ihrer realen Fehler und ihrer realen Schmerzen, bis die Neubewertung kein bewusster Akt mehr ist, sondern ein automatischer neuronaler Pfad.

Der Widerspruch der Fehlerkultur: Was ich bei Führungskräften oft sehe: Sie fordern eine „Fehlerkultur“, während ihr eigenes Nervensystem auf Fehlervermeidung programmiert ist. Und das Team spürt den Widerspruch sofort. Nicht über die Worte, sondern über die nonverbalen Signale, die Ihr Nervensystem sendet.

Dosierte Exposition in der Praxis: Ich arbeite mit Klienten daran, ihre Schmerzgrenze gezielt zu verschieben. Nicht durch Sprüche wie „Spring ins kalte Wasser.“ Sondern durch kontrollierte Exposition. Kleine Entscheidungen unter Unsicherheit. Dann größere. Dann komplexere. Mit jeder Wiederholung lernt das Gehirn: Unsicherheit ist nicht Schmerz. Fehler sind nicht Gefahr. Die Schwelle verschiebt sich. Der Handlungsspielraum wächst.

Vergleichsgrafik: zwei verschieden gemusterte Felder innerhalb einer gemeinsamen Umrandung, jedes Verfahren erkennt nur sein eigenes Muster sicher, am Treffpunkt steht Beim anderen nur Zufall.
Illustration: Ein Unternehmer hat das zerknüllte Blatt aufgehoben, auf der Fensterbank glatt gestrichen und liest es mit ruhigem Gesicht, beide Handflächen auf dem Papier.
Wer einen Fehler auswertet statt ihn wegzuräumen, behandelt ihn als Information und nicht als Bedrohung.
Praxis

Wie mein Klient seine Entscheidungsfähigkeit zurückgewann

Der Geschäftsführer vom Anfang brauchte keine Motivationsvorträge. Er brauchte ein neurobiologisches Verständnis dessen, was in seinem Gehirn passierte. Und er brauchte einen strukturierten Prozess, um die Fehlerverarbeitung seines Gehirns umzuprogrammieren.

Verstehen

Warum das Gehirn so reagiert, wie es reagiert. Allein dieses Wissen reduzierte die Scham des Klienten um die Hälfte. Er war nicht schwach. Sein Gehirn schützte ihn vor Schmerz.

Umkodieren

Jede Woche bewertete er eine vergangene „Fehler-Entscheidung" bewusst neu. Nicht positiv umdeuten. Sondern analytisch zerlegen: Was war die Information in diesem Fehler?

Handeln

Bewusst kleine Entscheidungen unter Unsicherheit treffen. Erst intern, dann extern. Erst mit niedrigem Einsatz, dann mit höherem. Die Schmerzgrenze verschiebt sich mit jeder kontrollierten Exposition.

Nach vier Monaten traf er wieder strategische Entscheidungen. Nicht weil der Schmerz weg war. Sondern weil sein Gehirn gelernt hatte, Schmerz und Information gleichzeitig zu verarbeiten, ohne in den Vermeidungsmodus zu fallen.

Die entscheidende Frage

Wann sind Sie das letzte Mal bewusst in eine Situation gegangen, in der Sie hätten scheitern können?

Wenn die Antwort „lange her“ ist, dann hat Ihr Gehirn den Schmerzvermeidungsmodus zum Standard gemacht. Und das bedeutet: Sie wachsen nicht mehr. Nicht weil Sie es nicht wollen. Sondern weil Ihr Gehirn Sie davor beschützt. Ohne dass Sie es merken.

Der erste Schritt ist immer derselbe: Es bemerken. Der zweite Schritt: Verstehen, dass das keine Charakterschwäche ist, sondern Neurobiologie. Und der dritte Schritt: Gezielt daran arbeiten. Mit einem Verständnis für die Mechanismen, die unter der Oberfläche laufen.

Reflexion

Wo steht Ihr Fehlerverarbeitungssystem?

Diese Fragen helfen Ihnen, Ihr eigenes Muster zu erkennen. Beantworten Sie sie ehrlich, nicht selbstkritisch.

Wann bin ich das letzte Mal bewusst in eine Situation gegangen, in der ich hätte scheitern können? Liegt das länger als vier Wochen zurück?
Wenn ich einen Fehler mache, frage ich mich eher „Warum passiert mir das?" (Amygdala) oder „Was kann ich daraus lernen?" (Präfrontaler Cortex)?
Gibt es Entscheidungen, die ich seit Wochen oder Monaten vor mir herschiebe? Was ist der Schmerz, den mein Gehirn mit dieser Entscheidung verknüpft?
Fordere ich von meinem Team eine Fehlerkultur, während mein eigenes Nervensystem auf Fehlervermeidung programmiert ist? Würde mein Team das bestätigen?
Welche Entscheidung würde ich heute treffen, wenn ich wüsste, dass Scheitern keine Bedrohung ist, sondern nur eine Information?
Evidenzbasis

Quellen und weiterführende Literatur

Die wissenschaftlichen Grundlagen dieses Artikels.

Moser, J. S. et al. (2011). Mind your errors: Evidence for a neural mechanism linking growth mind-set to adaptive posterror adjustments. Psychological Science, 22(12).
Eisenberger, N. I. et al. (2003). Does rejection hurt? An fMRI study of social exclusion. Science, 302(5643).
Ochsner, K. N. et al. (2004). For better or for worse: Neural systems supporting the cognitive down- and up-regulation of negative emotion. NeuroImage, 23(2).
Edmondson, A. C. (2019). The Fearless Organization: Creating Psychological Safety. Wiley.
Dweck, C. S. (2006). Mindset: The New Psychology of Success. Random House.
Vygotsky, L. S. (1978). Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes. Harvard University Press.

Fehlerverarbeitungs-Check

Wie verarbeitet Ihr Gehirn Rückschläge und Fehler?

1. Wie reagieren Sie in den ersten Minuten nach einem bedeutenden Rückschlag?

2. Wann sind Sie das letzte Mal bewusst ein Risiko eingegangen, bei dem Sie hätten scheitern können?

3. Wie sprechen Sie in Ihrem Team über eigene Fehler?

Bitte beantworten Sie alle 3 Fragen.

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M.K.

“Ich kam als Geschäftsführer, der ständig reagiert hat. Nach 3 Monaten hatte ich ein System, das mir erlaubt, strategisch zu führen, ohne ständig auf Abruf zu sein.”

Geschäftsführer, IT-Dienstleistung

Arbeitszeit um 12h/Woche reduziert bei höherem Output

S.W.

“Kein anderer Coach hat mir so klar gezeigt, welche Muster mich blockieren. Wissenschaftlich, nicht esoterisch. Das hat den Unterschied gemacht.”

Vorständin, Mittelstand

Beförderung in den Vorstand innerhalb von 8 Monaten

A.R.

“Die Kombination aus psychologischer Tiefe und unternehmerischem Verständnis ist einzigartig. Dennis versteht den Druck, unter dem wir stehen.”

Managing Director, Finanzbranche

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1 von 8

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Dennis Tefett, Executive Coach

Dennis Tefett

Psychologie, Erziehungs- & Sozialwissenschaften (M.Ed.) | Gesundheitsmanager (B.A.)

Ich schreibe diese Impulse aus der Praxis. Wer ein Thema tiefer bearbeiten möchte, findet dafür Seminare und Kurse.

Veröffentlicht am Aktualisiert am

Quellen und weiterführende Lektüre

11 Belege

Jede Angabe wurde einzeln gegen die Originalquelle geprüft.

  1. Gehring, W. J., Goss, B., Coles, M. G. H., Meyer, D. E., und Donchin, E. (1993). A Neural System for Error Detection and Compensation. Psychological Science, 4(6), 385-390. Erstbeschreibung der fehlerbezogenen Negativierung, also der Reaktion des Gehirns im Bereich weniger Millisekunden nach einem Fehler.

  2. Botvinick, M. M., Braver, T. S., Barch, D. M., Carter, C. S., und Cohen, J. D. (2001). Conflict monitoring and cognitive control. Psychological Review, 108(3), 624-652. Theoriebeitrag zur Rolle des anterioren cingulären Cortex.

  3. Moser, J. S., Schroder, H. S., Heeter, C., Moran, T. P., und Lee, Y.-H. (2011). Mind Your Errors: Evidence for a Neural Mechanism Linking Growth Mind-Set to Adaptive Posterror Adjustments. Psychological Science, 22(12), 1484-1489. Querschnittliche Korrelationsstudie: Es wurde nichts trainiert und keine Veränderung über die Zeit gemessen.

  4. Eisenberger, N. I., Lieberman, M. D., und Williams, K. D. (2003). Does Rejection Hurt? An fMRI Study of Social Exclusion. Science, 302(5643), 290-292. Untersucht wurde sozialer Ausschluss in einem virtuellen Ballspiel, nicht berufliches Scheitern.

  5. Ochsner, K. N., Ray, R. D., Cooper, J. C., Robertson, E. R., Chopra, S., Gabrieli, J. D. E., und Gross, J. J. (2004). For better or for worse: neural systems supporting the cognitive down- and up-regulation of negative emotion. NeuroImage, 23(2), 483-499.

  6. Blackwell, L. S., Trzesniewski, K. H., und Dweck, C. S. (2007). Implicit Theories of Intelligence Predict Achievement Across an Adolescent Transition: A Longitudinal Study and an Intervention. Child Development, 78(1), 246-263. Empirische Grundlage hinter Dwecks Buch Mindset.

  7. Yeager, D. S., Hanselman, P., Walton, G. M., et al. (2019). A national experiment reveals where a growth mindset improves achievement. Nature, 573(7774), 364-369. Ordnet die Wirkung ein: real, aber kleiner und stärker kontextabhängig als populär dargestellt.

  8. Edmondson, A. (1999). Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350-383. Die begutachtete Grundlagenarbeit hinter Edmondsons Buch The Fearless Organization.

  9. Woo, C.-W., Koban, L., Kross, E., und weitere (2014). Separate neural representations for physical pain and social rejection. Nature Communications, 5, 5380. Die Areale überschneiden sich, die Muster darin sind getrennt. Ein Klassifikator für körperlichen Schmerz arbeitet bei sozialer Zurückweisung auf Zufallsniveau.

  10. Riesel, A., Weinberg, A., Endrass, T., Kathmann, N., und Hajcak, G. (2012). Punishment has a lasting impact on error-related brain activity. Psychophysiology, 49(2), 239-247. Die Fehlernegativität ist durch den Kontext veränderbar, die Verschiebung hält an.

  11. Schultz, W., Dayan, P., und Montague, P. R. (1997). A Neural Substrate of Prediction and Reward. Science, 275(5306), 1593-1599. Dopaminerge Neurone signalisieren die Abweichung zwischen erwarteter und eingetretener Belohnung, keine Motivationsmenge.

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